Ausstattung, früher Aussteuer, Heiratsgut, Mitgift

Noch bis ins 20. Jahrhundert war es üblich, dass junge Frauen eine gewisse Grundausstattung, also die Mitgift, an Textilien, Haushaltsgeräten und Geschirr mit in die Ehe brachten. Es war auch gebräuchlich, dass je nach Kultur der Transfer von Gütern, meist Geld, vom Vater  bzw. der Familie der Braut an den Bräutigam bzw. dessen Familie stattfand. Diese Tradition verliert zunehmend an Bedeutung.

Die frühere Mitgift, nunmehr Ausstattung genannt, schulden die Eltern bzw. Großeltern den Kindern einmalig bei Eheschließung bzw. der Schließung einer eingetragenen Partnerschaft (EP). Die Ausstattung gilt als Starthilfe zur Familien– und Hausstandsgründung.

Die Höhe dieser Starthilfe richtet sich nach dem Einkommen der Eltern bzw. Großeltern. Üblicherweise gehen Gerichte von 25-30% des Jahresgesamtnettoeinkommens beider Elternteile aus. Frühere Zuwendungen bzw. Übernahme von Kosten bei der Hochzeit verringern den Anspruch nicht.

Die Höhe der Ausstattung wird durch das Einkommen des Partners nicht beeinträchtigt.

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