Brautbecherlegende

Hintergrund des Brauches: Einst liebte Kunigunde, die wunderschöne Tochter eines einflussreichen Edlemannes, einen jungen Goldschmied, natürlich ohne das Wissen ihres Vaters.

Als sie sich ihrem mächtigen Vater offenbarte, bebte dieser vor Zorn und ließ den jungen Mann sofort einkerkern. Kunigunde aber wurde vor Liebeskummer krank und so schlug der Vater ihr folgendes vor: „Wenn dein Goldschmied einen Becher schmieden kann, aus dem zwei zur gleichen Zeit trinken können, ohne einen Tropfen zu verschütten, sollst du ihn zum Manne haben.“ Der Vater rechnete nicht damit, dass der verliebte junge Mann diese Aufgabe lösen könnte. Doch der junge Goldschmied modellierte ein Abbild seiner schönen Geliebten, die mit erhobenen Händen einen kleineren, beweglichen Becher hielt. Der lange Rock von Kunigunde repräsentiert einen großen Becher.

So war es ein Leichtes für zwei Menschen gleichzeitig aus einem Becher zu trinken, ohne auch nur einen Tropfen zu vergießen. Der Edelmann musste sein Wort halten. Kunigunde und der junge Goldschmied lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage.

Der Brautbecher ist immer noch ein beliebtes Hochzeitsgeschenk, wenn auch das gemeinsame Trinken etwas Geschick erfordert.

Kurzanleitung:  Den großen Becher mit der Öffnung nach oben halten, damit der kleine Becher mit dessen Öffnung ebenfalls nach oben frei schwingen kann.

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