Der Brautschleier feiert ein Comeback

Egal, wie modern und abgeklärt ein Paar ist: Wer den Gang zum Altar antritt, will diesen besonderen Moment doch oft romantisch und traditionell feiern. Dazu gehören nicht nur Blumenmädchen und der besiegelnde Kuss, sondern vor allem das wunderschöne Outfit. Und auch wenn die Brautkleider oft immer schlichter werden, die Kopfbedeckung für die Braut darf in diesem Jahr etwas verspielter sein:

Der Schleier feiert ein Revival

Dieses Accessoire darf auf einer Hochzeit nur die Braut tragen! So besonders macht den Schleier übrigens seine Symbolkraft, denn beim Lüften des Schleiers sieht der Bräutigam seine Partnerin erstmals als Ehefrau an seiner Seite. Es ist einfach ein schönes Ritual und der wohl magischste Moment einer Hochzeit, wenn der Bräutigam den Schleier seiner Braut lüftet.

Viele Bräute müssen sich erst mit dem Thema Schleier ein wenig anfreunden – sind dann aber ganz begeistert. Kein Wunder bei der Vielfalt an Kreationen und Stilrichtungen, die die Hersteller zur Zeit bieten. Man findet unzählige Ausführungen und verschiedenste Längen und Materialien sowie Dekorationen von Strass und Perlen, über Spitzen bis hin zu Satineinfassungen.

Bedeckt der Schleier nur das halbe Gesicht, passt er auch gut zu einem schlichteren Kostüm für das Standesamt. Wer es lieber etwas pompöser hat, liegt mit einem langen und voluminösen Mantilla-Schleier im Trend – fast alle Hersteller haben den im Programm. Er ist oft aus feiner Spitze und Stickereien – bei Emmerling zum Beispiel hat er eine breite Borte am Rand.

Allerdings ist dieser wie jeder andere lange Schleier für Partys draußen oder auch beim Essen etwas unpraktisch. Es sollte daher die Möglichkeit bestehen den Schleier hochzustecken. Oder das der Schleier hat eine kürzere und eine längere Lage – wobei die längere später abgenommen wird. Oder die Braut legt den Schleier nach der Trauung ganz ab.

Frisur und Kopfschmuck auf den Schleier abstimmen

Frisur und der weitere Kopfschmuck müssen auf den Schleier abgestimmt sein. Denn wer ihn abnimmt, muss von einer Freundin umgestylt werden – schnell und unkompliziert. Deshalb empfiehlt es sich Haarreifen, Kämmchen, Clips oder ein kleines Diadem zur Hand zu haben.

Eine tolle Alternative ist eine große Haarspange, die schon unter dem Schleier zu sehen ist – wie beispielsweise vpn Elsa Coloured Shoes. Und der Hersteller Lilly zeigt etwa eine Hochsteckfrisur mit breitem Haarreif, der Schleier geht dahinter ab. Charlene von Monaco hat es 2011 bei ihrer Hochzeit mit einem aufwendigen silbernen Haarschmuck rund um den Dutt so vorgemacht – der drin blieb, als der Schleier fiel. Solche Haarspangen gehen oftmals in Richtung Diadem, sind aber nicht ganz so traditionell und lassen auch eine moderne Frisur zu.

Alternativ gibt es die immer beliebteren Fascinators – hutähnliche Kopfbedeckungen, wie man sie häufig bei royalen Hochzeitsgästen sieht. Brautmodenhersteller wie Achberger bieten sie in Weiß auch für die Braut an. Diese mit Federn, Blüten, Strass, Perlen oder einem kurzen Schleier versehenen Kämmchen, Clips und Haarreifen fallen meist etwas größer aus und werden solo – als einzelner Eyecatcher in der Brautfrisur – getragen.

Voraussetzung für einen üppigen Fascinator ist eine entsprechende Frisur – oder vielmehr ausreichend Haar, um den Schmuck befestigen zu können, den in ganz kurzem Haar hält ein solcher Schmuck kaum. Sie rät dann eher zu einem kleinen Diadem. Das sieht immer ganz pfiffig aus, hält auf fast jeder Haarpracht und hat auch noch etwas verspielt Prinzessinnenhaftes.

Weniger ist mehr

Wichtig allerdings ist, dass Haarschmuck und Brautkleid sich nicht gegenseitig die Aufmerksamkeit stehlen. Entweder das Kleid oder der Haarschmuck ist der Hingucker. Ist beides pompös, wirke der Gesamteindruck schnell überladen – und der Betrachter weiß überhaupt nicht, wo er hinsehen soll.

Grundsätzlich sollte man aber nie übertreiben, auch wenn es sich um den schönsten Tag im Leben handelt! Die Kunst ist es, etwas Glamouröses zu finden, das auch tatsächlich zum Stil und zur Persönlichkeit der Braut passt. Denn jede Frau sollte ihrem Stil auch am Hochzeitstag treu bleiben und sich nicht „verkleiden“. Daher sollte man sich ausreichend Zeit beim Ausprobieren nehmen und eine fachmännische Beratung in Anspruch nehmen.

Dann lässt sich aus jeder Frau die Art von Prinzessin zaubern, die sie an diesem Tag sein will.

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