Die Reise ins Eheleben

Nach einer ausgiebig gefeierten Hochzeit geht es erst mal ab in die Flitterwochen.

Romantische Spaziergänge in den Sonnenuntergang , Händchenhalten im Mondschein, zärtliches Turteln am einsamen Sandstrand – so stellen sich wohl die meisten Brautpaare ihre Flitterwochen vor.

Aber Vorsicht: planen Sie die Flitterwochen genau, damit die ersten Schritte ins Eheleben nicht mit einer vemeidbaren Enttäuschung beginnen.

Wollen Sie wirklich eine Woche lang GEMEINSAM chillen, Jetski fahren, in Steilwänden klettern, shoppen, von einem Museum ins nächste stürmen? Brauchen Sie auch mal kurze Verschnaufpausen von der Zweisamkeit? Sind Sie eher ein All-Inclusive-Typ oder suchen Sie die körperliche Herausforderung?

Die Flitterwochen – ein Traum

Gerhard und Martina strahlen immer noch: „Mauritius war ein Traum. Genau, wie wir es uns vorgestellt haben. Sonne, Sand und sternenklare Nächte, fast schon kitschig. Glück pur. Wir haben einen Tauch-Kurs gemacht und Grandioses gesehen. Und während Gerhard ein paar Extratauchgänge einglegt hat, ließ ich es mir mit exotischen Massagen gut gehen. Es war einfach ein Traum. Wir sind jetzt noch viel verliebter als vor dem Honeymoon!“

„Wir waren 14 Tage mit dem Rad in Peru. Haben gezeltet, wo es uns gefallen hat.Wir waren schon zwei Jahr ein Paar bevor wir geheiratet haben. Aber unsere Flitterwochen haben uns echt zusammengeschweißt. Gemeinsam durch dick-und-dünn. Danach wußten wir genau, woran wir aneinander sind. Wir haben gelernt, die Stärken und Schwächen, des anderen zu akzeptieren“, erzählten mir vor fast 20 Jahren Andrea und Herbert. Die beiden sind immer noch glücklich, haben 3 Kinder und wollen zur Silbernen Hochzeit wieder nach Südamerika. In einer Rad-Light-Version.

Das klingt perfekt (für die beiden Paare ist es das auch). Trotzdem hätten beide Varianten zu einer Nagelprobe der jungen Ehen werden können. Diese beiden Paare haben es geschafft, Nähe und Distanz, die eigenen Vorlieben und die des Partners unter einen Hut zu bringen.

Dass es auch anders laufen kann, erklären Angela und Peter: „Wir haben uns zur Hochzeit eine Mittelmeerkreuzfahrt gewünscht. Davor drei Tage Venedig – die Stadt der Verliebten.

Unsere Verwandten und Freunde haben uns diesen Wunsch erfüllt, damit leider auch fast das Ende unserer Ehe herbeigeführt.  Auf den Punkt gebracht:  Venedig bietet im März für Sprach- und Ortsunkundige wenig. Tamara wollte in die Museen, ich mit dem Boot die Lagune erkunden. Erster Ärger. Am Schiff war es nicht ganz so romantisch wie erwartet. So viele Menschen! Dafür war die Kabine klein (lacht). Wir haben uns ununterbrochen angegiftet. Eigentlich wären wir beide in einer kleinen Pension in der Steiermark glücklicher gewesen, haben uns das gegenseitig aber nicht eingestanden. Es hat ein bisserl gadauert, bis wir die Hochzeitsereise verdaut haben.“

Freudvolles Miteinander

Für zwei von drei Paare war die Hochzeitsreise der Grundstein einer glücklichen Beziehung. Das Zauberwort: Miteinander. Bewusst oder unbewusst – ihre Vorstellungen waren im Einklang. Leider funktioniert „unbewusst“ selten. Planen Sie aktiv Ihre Flitterwochen, dann vermeiden Sie „Albträume“.

Natürlich ist man vor äußeren Widrigkeiten nicht gefeit. Schlechtes Wetter, ekliges Hotel, Reisebekanntschaften, die sich als „Kletten“ erweisen, hartnäckige Durchfallerkrankungen … Sie lieben sich, also beweisen Sie Humor … so können Sie noch mit Ihren Enkelkindern über das „Albtraumflittern“ lachen.

Je genauer Sie definieren, was Ihnen beiden gefällt, umso entspannter können Sie gemeinsam jede Sekunde der Flitterwochen genießen.

Und Sie schaffen etwas, worum viele Paare jahrelang kämpfen: freudvolles Miteinander.

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