Festliches Outfit fürs Brautauto

 

Von zu Hause zur Kirche und von der Kirche zur Location für die Hochzeitstafel – das sind bei vielen Brautpaaren nur wenige Kilometer. Doch weil die Hochzeit der schönste Tag im Leben des Brautpaares werden soll, muss auch auf diesen kurzen Strecken alles perfekt sein. Der Brautwagen darf nicht in seinem gewöhnlichen Alltagsoutfit auf die Straße, sondern bekommt ebenfalls ein Festtagsgewand verpasst. Blumen, Schleifen, Aufkleber, sogar Tüll vom Hochzeitskleid nennen Brautpaare in Internetforen als Accessoires für das Hochzeitsauto.

Klassischer Brautwagenschmuck

Der klassische Brautwagenschmuck ist ein Blumengesteck in Herzform auf der Motorhaube. Im Trend sind derzeit vor allem Girlanden. Das grüne Gebinde wird von einem Außenspiegel zum anderen über die Motorhaube gespannt und liegt flach vor der Windschutzscheibe.

Festsaal, Designerkleid, Vier-Gänge-Menü, Livemusik – eine Hochzeit kann richtig teuer werden. Für die Dekoration des Wagens müsse das Paar zusätzlich mit Kosten ab 100 Euro rechnen. Echter Blumenschmuck ist dabei oft sehr kostenintensiv. Eine günstigere Alternative seien Kunststoffvarianten. Künstliche, grüne Girlanden zum Beispiel ließen sich schnell und effektiv mit einzelnen echten Blüten aufpeppen. Kunstgirlanden verleihen viele Dekorateure sogar.

Auf die richtige Befestigung achten

Wer den Brautwagen selbst dekorieren möchte, sollte sich beim Floristen geeignetes Material für das Befestigen besorgen. Der hat spezielle Saugknöpfe, die das Gesteck fest auf der Motorhaube halten. Von Magneten sollten Sie besser die Finger lassen – die könnten den Lack beschädigen.

Auch vor dem Gebrauch von ungeeigneten Gurten oder Doppelklebeband sei gewarnt, denn auch Gurte könnten den Lack aufscheuern und Klebeband hinterlässt oft hässliche Reste. Aber nicht nur für den Lack, auch für die Sicherheit könnte das Selberschmücken gefährlich sein. „Kümmern sich darum wohlmeinende Familienangehörige oder Freunde ohne Fachwissen, kann es schnell sein, dass das anderthalb Meter hohe Gesteck auf der Motorhaube schon im Stand wackelt.“ Das Gesteck auf der Motorhaube darf dem Fahrer unter keinen Umständen die Sicht nehmen. Löst es sich etwa bei einer Bodenunebenheit und fällt ab, gefährdet es den nachfolgenden Verkehr.

Verantwortlich ist dabei in erster Linie der Fahrer

Das heißt: Holt der Fahrer den Wagen beim Floristen ab und hat Zweifel ob der Blumenschmuck denn auch wirklich hält, prüft er besser erst einmal ohne Brautpaar auf der Rückbank, ob der Blumenschmuck hält. Dafür kann man zum Beispiel in einer leeren Seitenstraße mal Tempo 50 fahren, sofern es der Verkehr zulässt. Sollte da schon alles flattern, unbedingt nacharbeiten lassen oder den Schmuck reduzieren.

Deshalb ist es ratsam, für das Abholen des geschmückten Brautwagens einen Zeitpuffer einzuplanen. Für gewöhnlich bringt der Fahrer den Wagen am Morgen der Hochzeit zum Gärtner oder Floristen. Dieser macht den vorbereiteten Schmuck am Wagen fest. Meistens ist das Auto nach einer Stunde fertig. Der Zeitpunkt an dem das Auto abgeholt wird, sollte jedoch besser deutlich vor dem ausgemachten Termin zum Abholen des Paares liegen. Denn wenn nachgebessert werden muss, kann das natürlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

„Ach, das wird schon gehen, dann fahre ich halt langsam“ – diese Einstellung ist keine Lösung. 40 statt 50 Stundenkilometer, das geht noch, aber 20 statt 50, das ist Verkehrsbehinderung und provoziert gefährliche Überholmanöver. Kommt jemand von hinten angefahren, bemerkt er möglicherweise eine sehr langsame Kolonne zu spät – vor allem, weil Brautautos meist nur von vorne zu erkennen sind. Schließlich seien sie hinten oft gar nicht geschmückt.

Blechdosen am Wagen

Übrigens – die traditionellen Blechdosen, die an einer Schnur dem Brautwagen hinterherscheppern, sind streng genommen keine Dekoration, sondern eher ein Streich von Trauzeugen oder Freunden. Also nichts, was das Brautpaar selber am Brautauto anbringt.

 

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