Mode für den Bräutigam

Anzüge für den Bräutigam werden individueller

Sie im Traum aus Weiß, er im dunklen Anzug: Früher folgten Hochzeiten fast ausschließlich dieser traditionellen Formel. Doch Hochzeit ist längst nicht mehr gleich Hochzeit. Immer mehr Paare wollen eine ganz auf sie abgestimmte Feier, der Trend geht zum Hochzeitskonzept. Dabei geht es um Farben und Elemente, die sich dann von der Einladung bis hin zur Danksagung durchziehen. Es können aber auch Themen sein, mit denen sich das Brautpaar identifiziert.

Eleganz und Individualität – auch für den Bräutigam

Was für die Hochzeit im Allgemeinen, gilt für den Hochzeitsanzug im Speziellen. Heutzutage ist das alles sehr persönlich. Eleganz und Individualität spielen eine große Rolle. Wer sich fragt, was er zu seiner Hochzeit tragen kann, sollte sich also zuerst fragen, in welchem Rahmen gefeiert wird.

Da gibt es die formell-elegante Variante: Für eine festliche Hochzeit im großen Rahmen sind die Möglichkeiten Cut, Frack oder Smoking. Für diese Festbekleidung gelten Regeln: Der Cut wird bis zum späten Nachmittag getragen, klassischerweise bis 18.00 Uhr. Abends wird dann oft in den Smoking gewechselt, oder bei sehr formellen Feiern in den Frack. Das ist der festlichste Herrenanzug.

Doch immer mehr junge Männer wünschen sich mittlerweile für Ihre Hochzeit etwas Ausgefallenes. Dies erreicht man etwa über farbige Akzente bei Accessoires wie Fliege, Kummerbund oder Einstecktuch zum klassischen Anzug, zum anderen aber auch durch ausgefallene Schnitte und Materialien selbst. Während der klassische Anzug hauptsächlich aus leichten Mohair-Mischungen besteht, darf es bei einem fantasievollen Ansatz auch Samt oder Seide sein.

Extravaganz erlaubt

Der Trend geht in die festliche Richtung. Es wird alles etwas theatralischer. So sieht man 2013 bei den Herren häufiger modern interpretierte Mischformen der alten Klassiker, etwa frackartige Jacketts mit Stehkragen wie der französische Sonnenkönig Ludwig XIV. sie trug, oder Modelle, die an alte Militäruniformen erinnern.

So viel Spielraum für Fantasie und Individualität bietet in erster Linie ein Maßanzug. Wer sich allerdings für den Gang zum Schneider und gegen einen Anzug von der Stange entscheidet, zahlt oft deutlich mehr. Ein teurer Spaß für einen Tag? Viele Männer sind da pragmatisch und geben ein Modell in Auftrag, das sie immer wieder tragen können. Will man an später denken, kann man einen modernen Anzug schneidern lassen, der dann tailliert ist.

Farbauswahl beim Bräutigam

Neben dem Klassiker Schwarz, den man in fast allen Kollektionen – etwa bei Scabal oder Licona Wien mit Fliege und Masterhand mit leicht gemustertem Stoff – findet, sind beim Anzug vor allem verschiedene Blautöne im Kommen. Auch Braun ist beliebt, weil es sehr gut zu den häufig champagnerfarbenen Brautkleidern passt. Ein Blick in die Herstellerkataloge – etwa Masterhand, Digel und Licona Wien – zeigt auch viel Grau und den dunkleren Ton Anthrazit.

Grundsätzlich sollte man möglichst Farben wählen, die mit dem Brautkleid harmonisieren. Das gelingt auch über das Einstecktuch, das im Idealfall aus dem gleich Stoff entsteht wie das Brautkleid. Oft bringen die Damen den Stoff beim Schneider vorbei und daraus werden Einstecktuch, Krawatte oder Plastron gefertigt. Auch das Hemd sollte sich harmonisch ins Gesamtbild fügen. Hier dominieren derzeit vor allem Cremetöne. Wie die Anzüge ist bei den Oberhemden derzeit eine schlanke, taillierte Passform in Mode.

Zeit für die Anprobe

Egal, ob klassisch, mutig oder pragmatisch – damit der Anzug auch wirklich gut sitzt, sollte genug Zeit für eine Anprobe sein. Ein Maßschneider rät Männern mit eher kräftigem Körperbau zum Einreiher. Ein zweireihiges Sakko betone eher die Breite des Körpers. Ferner sollte man darauf achten, dass das Sakko trotz schmaler Silhouette nicht zu eng oder zu kurz ist. Die Ärmel sollten nicht zu lang getragen werden – am besten so, dass die Manschetten etwa einen Zentimeter überstehen. Die Hosen sollten nicht zu kurz sein, sondern mit einem leichten Knick auf dem Schuh sitzen.

Allgemein gilt also: Der perfekte Anzug für die Hochzeit ist vor allem ein Anzug, der perfekt zu seinem Träger passt. Denn am vielzitierten „schönsten Tag im Leben“ geht es schließlich nicht nur um festliche Mode, sondern vor allem um diejenigen, die darin stecken. Am wichtigsten ist, dass sich das Brautpaar zu 100 Prozent wohlfühlt.

Fotos Hochzeitsanzug

 

Kommentar verfassen